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Apfel-Mango-Saft

Trotz fruchtbarer Böden und guter Ernten kann sich ein Großteil der philippinischen Bevölkerung nicht ausreichend ernähren, ca. 30% leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Durch die nach wie vor bestehende ungerechte Landverteilung finden Kleinbauernfamilien, die oft weniger als einen Hektar Land besitzen, kaum ein Auskommen. Die in den 90er Jahren forcierte Öffnung der Märkte in den Philippinen im Zuge der sogenannten Neo-Liberalisierung bedeutet für die KleinbäuerInnen eine Verschärfung ihrer anhaltenden Existenzkrise, da sie nicht mit den hoch subventionierten Agrargütern aus den Industrieländern konkurrieren können.

Die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes ist die Grundlage für den Erhalt der Lebensgrundlage, insbesondere von den Menschen, die von der Landwirtschaft leben. In den Philippinen, wo durch ungebremsten und illegalen Raubbau bereits 2/3 der heimischen Urwälder zerstört wurden, erhalten die KleinbäuerInnen des Projektes einen stabilen, höheren Produzentenpreis aus dem fairen Handel. So werden die ökologisch wertvollen Mangobäume erhalten und 3000 beteiligte Familien erwirtschaften ein wichtiges Zusatzeinkommen. Ähnlich ist die Situation in der Region Bodensee-Oberschwaben: hier hat der Bestand der Streuobstwiesen in den vergangenen 30 Jahren um 50-80% abgenommen weil die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen nicht rentabel erschien. Dabei leben in einer intakten Streuobstwiese 5000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten!
Um nun die ökologisch wertvolle Mangobäume auf den Philippinen und den Bestand der artenreichen Streuobstwiesen hier dauerhaft zu sichern und zusätzlich den KleinbauerInnen auf den Philippinen zu helfen, hatte man in Ravensburg eine neue Idee: den Apfel-Mango-Saft.